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12Mai/111

Was erwarte ich von einem Business Club?

Fangen wir zunächst einmal mit der Begriffsdefinition aus meiner Sicht an:

Business Club

Business, da geht’s für mich ums Geld und Geschäfte. Um es ganz klar zu sagen, um das Verdienen von Geld oder sagen wir es noch allgemeiner, um Kapitalismus.

Club, das ist für mich ein „closed Shop“ da kommt nicht jeder rein, das ist etwas exklusives, da passiert etwas hinter verschlossenen Türen. Gleichgesinnte treffen sich dort um in privater Atmosphäre Ihre Belange zu diskutieren bzw. sich um Ihre Belange zu kümmern.

Setzt man das nun wieder zusammen, „Business Club“ und bezieht sich auf meine beiden Definitionen ergibt sich für mich daraus eine mehr oder weniger exklusive Gesellschaft von Menschen, die gemeinsame Ziele aus dem kapitalistischen Umfeld verfolgen.

Was bedeutet das im Einzelnen für mich?

Ich spiele mal „wünsch dir was“:

Zunächst heisst für mich ein Club, dass ich allen Beteiligten gegenüber eher bereit bin Vertrauen zu schenken. Grundsätzlich muss sich jeder Einzelne meinen eigenen Wertungskriterien stellen aber es gibt dieses gewisse Grundvertrauen, dass, wenn ich einem aus dem Club vertraue, der mich meist dann auch „mitgebracht“ hat, ich allen anderen auch erstmal einen gewissen Vertrauensbonus gebe. Frei nach dem Motto: Die Freunde meines Freundes sind auch meine Freunde.

Und da es Geschäftsfreunde sind trifft man sich in einem Business Club aus meiner Sicht um Geschäfte zu machen. Was nicht einer Verpflichtung im kaufmännischen Sinne gleichkommt; Ich verkauf Dir was, Du verkaufst mir was – sondern es sollte eher die allgemeine Überzeugung vorherrschen, wenn ich etwas brauche/suche, frage ich erstmal meinen Club und erwarte nicht, dass ich nun die günstigsten Konditionen kriege, sondern vielmehr eine ungefilterte, ehrliche und ernstgemeinte Antwort/Empfehlung ohne Vertriebsgeschwafel.

Auf keinen Fall darf die Veranstaltung auf reine Inzucht hinaus laufen sondern vielmehr, dass man sich auf Grund der vertrauensvollen Atmosphäre ohne Einhaltung des üblichen „Drumherums“ zwanglos austauschen kann. Zwanglos heisst für mich aber auch ehrlich/ungefiltert. Ich würde also zum Beispiel bei einem lahmen, veralteten Internetauftritt eines anderen Mitglieds nicht lang vertriebsmäßig rumschwafeln sondern gleich auf den Punkt kommen und meine Meinung sagen ohne die Erwartungshaltung einen neuen Auftrag einzufahren, sondern eher mit der Maßgabe einen Missstand bei einem Freund aufzudecken, der eben diesen Freund im allgemeinen erfolgreicher machen könnte. Der ehrliche Hinweis sollte mehr zählen als das Geschäft was vielleicht hinten dran hängen könnte. Aufträge sollten die Mitglieder eher mit Ihren Kunden nicht mit Ihren Freunden im Club machen und wenn, dann eben auch ehrlich und offen.

Es ist in meine Augen wichtig dort zum Beispiel einen Nährboden für Ideen und Gedankenspiele zu haben ohne, dass ich eben immer auf meine Fassadee/Maske/Rolle achten muss. Dies soll nicht im radikalen, exhibitionistischen Charakter gesehen werden sondern vielmehr im milden Licht der freundschaftlichen Vergebung. Ich will mich in so einem Club nicht immer mit anderen messen müssen oder immer wieder auf meine Kompetenz, Macht, Schönheit, Reichtum, whatever hinweisen müssen. Schwanz- oder Tittenvergleiche sollten in dem Business Club in dem ich mich wohlfühle nicht zur Tagesordnung gehören ganz im Gegenteil. Meiner Erfahrung nach, ist leider viel zu Häufig das Gegenteil der Fall, weshalb ich solche „Clubs“ eben inzwischen weitestgehend meide.

Wer in einen Business Club geht um neue Kunden zu finden, sollte vielleicht den Mitgliedsbeitrag lieber für klassische Werbung ausgeben. Damit ist ihm mehr geholfen. Wer in einen Business Club geht um Gleichgesinnte zu treffen, diese etwas zu lehren oder etwas von ihnen zu lernen ohne, dass immer gleich eine Beratungsrechnung folgt, mit dem bin ich gern im selben „Verein“.

Kleiner Einschub – seit Monaten haben wir den seltenen Fall, dass ich zwar vor einem Computer sitze aber kein Internet habe, eigentlich wollte ich gar nicht soviel schreiben, aber da ich ohne Internet ausser ein Buch lesen, schlafen oder Volksfernsehen schauen nichts machen kann, schreibe ich einfach mal weiter.

Wie der aufmerksame Beobachter hat merken können habe ich heute mit Elita telefoniert. Im Laufe des Telefonates frug sie mich, „Was muss der optimale Business Club aus Deiner Sicht bieten?“ Die Frage habe ich ja oben beantwortet will aber nun mal im Speziellen auf meine bisherigen Erfahrungen mit Elitas innovativ-in eingehen: (ich wünsche einfach mal weiter)

innovativ-in besitzt räumlich weit verstreute Partner. Ich kenne die Bestreben aus der Vergangenheit von Elita über das Internet eine große Spange um regionale Aktivitäten von innovativ-in zu legen. Was auf Grund unterschiedlichster Dinge aus meiner Sicht nicht immer geklappt hat.

Was macht man nun mit so einer regional verstreuten Struktur? Man nutzt das Internet.

Dies hat Elita in der Vergangenheit mit der Website und dem Blog getan, aus meiner Sicht ist dabei aber ein wesentlicher Teil zu kurz gekommen: Wir konnten uns immer nur auf der öffentlichen Terasse des virtuellen Clubhauses treffen auf der auch die interessierte Öffentlichkeit Ihren digitalen Kaffee schlürfte. Einige Partner des Clubs haben dennoch in Telefonaten/Treffen/eMails/persönlich zueinander gefunden aber es wurde aus meiner Sicht aus dem Club virtuell gesehen kein Ganzes – ich für meinen Teil war zum Beispiel immer ganz weit weg.

Daher wünsche ich mir für die Zukunft einen Clubraum bzw. eine geschlossene Community. Dies kann auf unterschiedliche Weise technisch realisiert werden. Die einfachste Art wäre ein Forum. Wenn ich Elita wäre würde ich alle wichtigen Termine, Informationen und Diskussionen ausschliesslich in diesem Forum/Clubraum abwickeln solange sie denn nur die Mitglieder betreffen. Dies sollte automatisch dafür Sorge tragen, das es regelmäßige Besuche der Mitglieder im Clubhaus/-raum gibt um den „internen Aushang“ zu lesen. Damit wären dann auch Mitglieder wie ich, die räumlich weit weg vom Geschehen sitzen, ein Stück weiter integriert und wir könnten das ein oder andere "Clubgespräch" führen.

Ich höre jetzt einfach mal auf zu schreiben bzw. versuche mich noch an einem anderen Thema.

Wenn Ihr mehr erfahren wollt, Ihr findet mich an der Bar, im Clubhaus. Bei schönem Wetter bestimmt auch draussen auf der Terrasse und wenn auch dort nicht, dann eben hier oder dort, die digitale Welt ist groß … wir lesen uns, so oder so. (vorerst) Ausgewünscht.

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veröffentlicht unter: Allgemein, Meinung, Wirtschaft Kommentar schreiben
Kommentare (1) Trackbacks (1)
  1. Die Idee eines Business Clubs ist grundsätzlich gut, da man sein Networking wohl kaum woanders so intensiv betreiben kann. Was mich aber eindeutig abschreckt, sind die teilweise sehr hohen Mitgliedsbeiträge, die man für die “Exklusivität” berappen soll. 1.000 Euro Jahresgebühr sind an der Tagesordnung, dazu noch eine Aufnahmegebühr von mindestens genau so viel, oftmals jedoch mehr. Dafür, dass ich den Club vorher nicht wirklich kenne, finde ich solch eine Investition sehr gewagt.


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